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Der Biber ist zurück

Biber sucht Nahrung

Der Biber kehrt in die Auen Schaumburgs zurück

Die Bückeburger Aue und die Rodenberger Aue – zwei Fließgewässer, die wir künftig als besonders naturschutzwürdigen Raum betrachten möchten – sind inzwischen wieder Lebensraum für eine bemerkenswerte Tierart: den Eurasischen Biber. Seit einigen Jahren häufen sich entlang dieser Gewässer Spuren seiner Aktivitäten. Damit kehrt ein Tier zurück, das über lange Zeit aus unserer Region verschwunden war.

Bereits seit 2021 wird auch in der lokalen Presse über Sichtungen und typische Spuren berichtet. Angenagte Bäume, Biberrutschen am Ufer und weitere Hinweise zeigen, dass sich der streng geschützte „Wasserbaumeister“ wieder in den Auenlandschaften des Landkreises Schaumburg ansiedelt.

Rückkehr eines Landschaftsgestalters

Der Eurasische Biber (Castor fiber) war in Niedersachsen über viele Jahrzehnte nahezu verschwunden. Intensive Bejagung – vor allem wegen seines Fells – führte bereits im 19. Jahrhundert zu einem drastischen Rückgang der Bestände. Erst in den letzten Jahren breitet sich die Art wieder langsam entlang der Gewässer aus.

Auch im Landkreis Schaumburg wird der Biber inzwischen regelmäßig nachgewiesen. Besonders entlang der Rodenberger Aue, der Bückeburger Aue sowie in Bereichen der Weser und ihrer Nebengewässer wurden Spuren der Tiere festgestellt.

Ökologisch spielt der Biber eine besondere Rolle. Durch das Fällen von Bäumen, das Anlegen von Dämmen und die Gestaltung von Uferbereichen entstehen neue Feuchtbiotope. Solche Strukturen bieten Lebensräume für Amphibien, Libellen, Fische und zahlreiche Vogelarten. In der Naturkunde gilt der Biber deshalb als „Landschaftsgestalter“.

Diskussion um mögliche Konflikte

Mit der Rückkehr des Bibers entstehen auch Fragen im Umgang mit einer intensiv genutzten Kulturlandschaft. Anwohner und Landnutzer befürchten teilweise Schäden an Bäumen oder Vernässungen von Flächen. Auch mögliche Auswirkungen auf den Wasserabfluss werden gelegentlich diskutiert.

Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass viele dieser Konflikte mit einfachen Maßnahmen gelöst werden können. Dazu gehören etwa der Schutz einzelner Bäume, Zäune oder ein abgestimmtes Bibermanagement durch Behörden und Fachberater.

Hochwasser: Fakten statt Befürchtungen

In der öffentlichen Diskussion wird häufig die Sorge geäußert, Biberdämme könnten Hochwasser verstärken. Experten sehen das differenzierter.

Der niedersächsische Bibersachverständige Ralf Schulte weist darauf hin, dass Biberdämme den Wasserabfluss oft verlangsamen und Wasser länger in der Landschaft zurückhalten. Dieses Prinzip der sogenannten Retention gilt auch in der modernen Wasserwirtschaft als wichtiger Bestandteil der Hochwasservorsorge.

Lokale Vernässungen können zwar auftreten, größere Hochwasserereignisse werden durch Biber jedoch nicht verursacht. Vielmehr kann die natürliche Rückhaltung von Wasser dazu beitragen, Abfluss-Spitzen zu dämpfen.

Eine Chance für die Auenlandschaft

Die Rückkehr des Bibers zeigt, dass sich auch in einer stark genutzten Kulturlandschaft wieder natürliche Prozesse entwickeln können. Gerade in den Auenlandschaften von Rodenberger und Bückeburger Aue entstehen dadurch neue Lebensräume.

Für den Naturschutz ist der Biber deshalb ein besonders interessantes Symboltier: Seine Anwesenheit zeigt, dass Gewässer und Uferbereiche wieder genügend Struktur und Ruhe bieten, damit sich solche Arten dauerhaft ansiedeln können.

Titelfoto: © freepik.com

Schlagworte: #Biber

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