Die Natur schützen
Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die Schönheit und den Wert der Natur zu stärken und zugleich konkrete Schritte zur Bewahrung ihrer Vielfalt auf lokaler Ebene zu fördern.
Artenvielfalt bewahren
Die Artenvielfalt oder Biodiversität bezeichnet die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie umfasst sämtliche Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen sowie deren komplexe Wechselwirkungen in den Ökosystemen. Diese Vielfalt ist die Grundlage für ein stabiles und widerstandsfähiges Naturgefüge und damit auch für das Überleben und Wohlergehen des Menschen.
Der Schutz der Artenvielfalt ist daher von zentraler Bedeutung. Er reicht vom Erhalt natürlicher Lebensräume über die Unterstützung von Naturschutzgebieten bis hin zum bewussten, schonenden Umgang mit Ressourcen im Alltag. Ebenso wichtig ist die Information und Aufklärung: Wer die Bedeutung der Biodiversität kennt, wird leichter bereit sein, sich aktiv für ihren Schutz einzusetzen. Artenvielfalt zu bewahren ist eine gemeinsame Verantwortung, die nur im Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Naturschutzverbänden und jedem einzelnen Menschen gelingen kann.
Botschafter unserer heimischen Natur
Die Landschaft des Schaumburger Landes ist geprägt von Wäldern, Auen, Bächen und offenen Feldfluren. In diesen vielfältigen Lebensräumen findet sich eine bemerkenswerte biologische Vielfalt – die Grundlage für stabile Ökosysteme und eine lebenswerte Umwelt.
Manche Tierarten sind besonders eng mit diesen Landschaften verbunden. Ihr Vorkommen zeigt, wie wertvoll und schützenswert unsere heimische Natur ist. Sie reagieren sensibel auf Veränderungen und gelten deshalb als wichtige Botschafter intakter Lebensräume.
Rotmilan, Schwarzstorch, Fledermäuse, Wildkatze und Biber stehen stellvertretend für diese Vielfalt. Ihre Lebensräume zu bewahren bedeutet zugleich, die charakteristische Landschaft des Schaumburger Landes zu erhalten.
Rotmilan
Der Rotmilan ist eine der charakteristischen Greifvogelarten Mitteleuropas. Mit seinem tief gegabelten Schwanz und dem eleganten Segelflug ist er leicht zu erkennen. Deutschland beherbergt einen Großteil des weltweiten Bestandes, weshalb wir eine besondere Verantwortung für seinen Schutz tragen. Gefährdet ist er vor allem durch den Verlust geeigneter Nahrungsflächen und durch Kollisionen mit Windkraftanlagen.
Schwarzstorch
Im Gegensatz zum bekannten Weißstorch lebt der Schwarzstorch sehr zurückgezogen in naturnahen, störungsarmen Wäldern mit Bächen und Feuchtgebieten. Er gilt als Indikator für intakte Lebensräume. Seine Seltenheit macht ihn zu einer besonders schützenswerten Art. Vor allem Störungen in der Brutzeit sowie die Zerstörung von Feuchtlebensräumen gefährden seine Bestände.
Fledermäuse
Fledermäuse sind die einzigen aktiv fliegenden Säugetiere und spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht, da sie unzählige Insekten fangen und so natürliche Schädlingsbekämpfer sind. Viele Arten stehen jedoch auf der Roten Liste. Ursachen sind der Verlust von Quartieren – etwa in alten Gebäuden oder Höhlen – sowie die Abnahme von Insekten als Nahrungsgrundlage.
Wildkatze
Die Europäische Wildkatze ist ein seltener Waldbewohner, der äußerlich einer Hauskatze ähnelt, jedoch kräftiger gebaut ist und einen buschigen, schwarz geringelten Schwanz trägt. Sie benötigt große, zusammenhängende Waldgebiete mit Rückzugsorten. Ihre größten Gefährdungen sind Lebensraumverlust und die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen und Siedlungen.
Biber
Der Eurasische Biber ist das größte Nagetier Europas und ein Pflanzenfresser. Er ist bekannt für sein dichtes, wasserabweisendes Fell und die flache Schwanzkelle. Als geschickter Baumeister gestaltet er durch Damm- und Burgbau aktiv seinen Lebensraum und fördert so die Artenvielfalt. Das dämmerungs- und nachtaktive Tier lebt in Familienverbänden und ist perfekt an ein Leben im und am Wasser angepasst.
Unsere Landschaft zu bewahren bedeutet, ihre Lebensräume zu schützen –
und damit auch die Vielfalt der Arten, die in ihr zuhause sind.
Fünf Arten unserer Landschaft

Rotmilan – Der elegante Greifvogel segelt mit tief gegabeltem Schwanz über unsere Landschaft. Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für seinen Schutz.

Schwarzstorch – Selten und scheu, brütet er in ungestörten Wäldern mit Feuchtgebieten. Sein Vorkommen zeigt die Qualität intakter Lebensräume.

Fledermäuse – Als fliegende Jäger vertilgen sie große Mengen an Insekten und sind unverzichtbar für das ökologische Gleichgewicht. Viele Arten sind stark gefährdet.

Wildkatze – Ein scheuer Waldbewohner mit buschigem Schwanz. Sie braucht große, zusammenhängende Wälder und ist ein Symbol für wilde Natur.

Biber – Eine kleine Ruhepause am Ufer. Als reiner Vegetarier stehen saftige Kräuter und frische Zweige täglich auf seinem Speiseplan.
Gute Nachbarschaft
Vor unserer Haustür liegen das Naturschutzgebiet Hohenstein und der Naturpark Weserbergland – einzigartige Lebensräume, die zeigen, wie wertvoll unsere Natur ist. Die Schillat-Höhle hat sich von einem unterirdischen Naturwunder zu einem vielseitigen Erlebniszentrum entwickelt…
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